TEMPELTOWN

Das Gate zur neuen Welt:

der Wandel vom Wohlstand zum Wohlsein.

 

BERLIN UND SEINE JUWELEN

Berlin ist einzigartig, seit jeher. Unkonventionelle Lebens- und Arbeitsformen sind sein Markenzeichen und bestimmend wie in kaum einer anderen Stadt. Diese Tradition des open mind ist ungebrochen.

Die Tempelhofer Freiheit, Feld und Flughafengebäude, ist die historische Einmaligkeit eines open space gigantischen Ausmaßes im Herzen der Stadt, ist eine unvergleichbare Metropol-Ressource, ist der perfekte Freiraum die Zukunft zu gestalten.

 

Über 60% Zustimmung der Berlinerinnen und Berliner. Das Volk hat direkt, wie nie zuvor, ein Gesetz erlassen. Dieser Volksentscheid zum Tempelhofer Feld hat es zur Realität werden lassen: der Wunsch nach Beteiligung und Mitentscheidung hat eine Mehrheit in allen gesellschaftlichen Schichten. Bürger_innen entdecken sich als selbstbestimmte Wesen und gelangen zu der Erkenntnis, dass die Propheten der Moderne von Fortschritt durch (Hi-) Technik und Demokratie durch Parteien-Politik an die Grenzen ihrer Mach(t)barkeit gestoßen sind. Ein Lasten-Ausgleich, lokal wie global, in einer teils saturierten, teils dafür leidenden Welt, zu erreichen, schwindet.

Die Erkenntnis über die Erfolge zivilgesellschaftlicher Aktivitäten nährt weiter die Hoffnung auf die eigenen Stärken, derart, dass die Vision einer Welt von morgen heute die Teilhabe aller am Gemeinwohl braucht.

Stephanie, Ana und Anais

OPEN SOCIETY

Eine zukunftsfähige Gesellschaft ist die Anerkennung und Verbreitung der Vielfalt. Sie sind unsere frei zugänglichen, offenen Quellen. Diesen Ressourcen sich zu stellen und sie allen zugänglich zu machen ist die Herausforderung der Zeit.

 

Der Logik entsprechend hat unendliches Wachstum in einer endlichen Welt keinen Platz. Dieser fundamentale Fortschritt an Erkenntnismangel sprengt das globale Gleich-gewicht, den menschlichen Lebensraum, früher oder später. Die sich über Jahrmilliar-den eingespielte Diversität, die die Kreatur Mensch erst hervorgebracht hat, wird von verschwindend geringen Partikularinteressen in einem Schöpfergleichstellmodus ver-drängt und mit Monotonie ausgetauscht.

Widerspruch, der sich aus den Folgen jenes Konzeptes nährt, wächst, erfährt aber keine ihn befriedende Reaktionen. Folglich schwillt er weiter an, solange und soweit die potenten Akteure den Wandel nicht aus sich heraus initiieren, oder begleiten. Ansonsten erodiert der weithin noch friedliche Handlungs-Raum dramatisch dahin und nur mehr reagieren ist möglich. 

Heimat und der Verlust von Heimat, Flucht, sind die dazu passenden Debatten.

OFFENE BEZIEHUNGEN

Den schier unendlichen Dimensionen von Herausforderungen, zumeist bedingt durch weitreichende Eingriffe in die Natürlichkeit des Lebens, stehen in ihrer Grösse und Umfang nicht minder viele Lösungsansätze gegenüber. Doch vereinende Vernunftehen sind eine Seltenheit. Daher braucht es Strategien diese freien Radikalen und die Natur-Kräfte aneinander zu binden und zu bündeln, exemplarisch und transparent an einem Ort. Noch weiter, es braucht diesen unanfechtbaren Hort der Wandel-Bewegung, stellvertretend für die ganze Vielfalt des Lebens. Eine moderne Arche Noah, in einer Stadt, die die Aufmerksamkeit und den Respekt der Welt geniesst, den diese einzigartige Chance von globaler Tragweite erfordert.

 

OPEN CITY

Derart Real-Labore, wie themenspezifisch in Baden-Württemberg, NRW und international bereits im Aufbau, sind Bezugsorte, die es unterschiedlichen Akteuren und Disziplinen ermöglichen, ihre Wissens-, Erfahrungs- und Praxisbestände unter sozio-technischen Einflussfaktoren aufeinander zu beziehen, zu beobachten und damit Transformatives schaffen.

 

Real existierende Orte des Kultur- und Wissentransfers zu schaffen war und ist der Schöpfungsakt zur Entstehung der Siedlung, der Stadt, wie von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung der Menschheit. Die alten Griechen, die Wiegekultur des Abendlandes, vereinten in ihren Haupt-Städten alles der ihnen bekannten Welten und brachten ihre Wesen und Wirkungsweisen zueinander in Wechselbeziehung, und dies unter ständiger Hinterfragung.

Pergamon, eine dieser Städte mit dem kulturellen Wohlklang für Berlin, ist ein derart historisches Vorbild. Wie auch hier überwand die griechische Antike erstmals das Machtmonopol Einzelner und rief das freie und faire Spiel der Kräfte aus. Gleich-berechtigte Ko-Existenzen erbrachten eine Blüte menschlichen Wohlseins von bis heute nahezu unerreichter Dimension. 2000 Jahre später erinnerte der Humanismus in der Ästhetik des im Einklang mit der Um-Welt werdenden Menschen an dies Verständnis. Eine derart sich aus jenem Vermächtnis gegründete Kultur-Nation der Dichter und Denker steht, in einer Ermangelung an Diversität erkrankten Erde, geradezu in der Pflicht, jene Erfolgsmodelle der Vergangenheit zu revitalisieren und sie in neuzeitliches Leben zu transformieren.

 

Entwicklungen, die die Enquete-Kommission des Bundestages zur Wohlstandsanalyse 2010-2013 erörterte und sogar in den Koaltionsvertrag der aktuellen Bundesregierung einflossen.

Somit amtlich: die BürgerInnen sind reif genug Verantwortung zu übernehmen. Sogar müssen. Ansonsten blieben alle offiziellen Klimaziele, die Existenz erhaltende Nachhal-tigkeit und das Hinterlassen einer Nachwelt unerreicht. Schenken und verordnen wir uns die Freiheit und den Raum diesen gesellschaftlichen Auftrag und Generationen-vertrag praktisch umzusetzen. Wir sind was folgt!

OFFENES SPIEL

Obwohl tagtäglich eine Vielzahl von Gemeinheiten und eine Vielfalt von Agressionen von de facto Wenigen etwas anderes vermitteln könnten, ist und bleibt dem gesunden Menschenverstand und dem Wissen der Neurobiologie nach der Mensch ein Gemeinwohlwesen.

Zur Überwindung jener individuellen Schwierigkeiten ist der uns angeborene Spieltrieb eine der Brückentechnologien die innere Verbindung, die naturgegeben wir alle zum Schöpfungsprozess haben, mit den äusseren, tagtäglichen Aktivitäten in Wechselbeziehung zu bringen.

Daher bedarf es zur Selbst-Findung einer zukunftsfähigen Gesellschaft eines derartigen Spiel-Raums, der sich ganz traditionell durch Schwarmphänomene regelt. Den sich ohne Gesetz und Auftrag selbst findenden Selbst-Organisationen, Einzelner wie denen von Massen, die, wie in den letzten Jahren sich exponential entwickelnden Netz-Kulturen und Initiativen, sich spontan zu Themen einfinden, sie bearbeiten und weiter entwickeln, ganz ohne Vereins-, Partei- und Lobbystrukturen.

 

Dies open source ist die Basis vieler Zivil-Gesellschaften. Rathäuser, Global Player und grosse Organisationen kooperieren mit ihnen so zunehmend in Augenhöhe, längst nicht nur mehr in Software-Entwicklungen, sekundär wichtigen Bürgerbeteiligungen und beim Bürgerschaftlichen Engagement.

Auch die hiesige Wissenschaft entdeckt das Wissen und den Drang nach integrativem Fortschritt seiner BürgerInnen und installiert nach US-amerikanischem Vorbild das Beteiligungs-Modell der social science. Darüber hinaus definiert sich der Wissenschaftsbetrieb in der ForschungsWende zum neuen Kerngedanken der Nachhaltigkeit.

 

Dem kann die grosse Politik nicht nachstehen. Partizipative Modelle gleichrangiger Partner entwickelt sie, regional auch mit Erfolg. Doch letztinstanzlich verschanzt sich vieles hinter vermeintlich grundgesetzlichem und die BürgerInnen überfordernder Komplexität, sowie einer verdächtigten Wertminderung der VolksvertreterInnen in einer den nationalen Wohlstand und Frieden beförderten Parlamentarischen Demokratie.

 

Doch letztendlich gehts im Wandel nicht um das Profil von Personen und Regelsystemen, sondern um die Sache. Aus deren Dringlichkeit heraus es unumstritten ist Aktionen zu ergreifen.

Eine unruhige und gut informierte Welt-Gesellschaft erklärt sich längst dazu bereit und fordert es ein, für alle und auf einem Mal sichtbar, transparent und teilhabbar damit anzufangen. Der Nischenexistenz der Zukunft sind die Menschen überdrüssig.

Und nicht die viel zitierte Angst vor einer düsteren Zukunft schweisst sich zu einem Zweckbündnis zusammen. Das Phänomen des Gemeinwohls ist die Motivation. Anteil-nahme und Allverbundenheit sind Facetten des Menschseins und haben die Faszination einer weltweiten Bewegung und Massen-Verführung.

 

ZENTRUM DER WANDLUNG

Alle wissen von der Notwendigkeit des Wandels. Wer überwindet sich und wagt ihn, wie findet er statt und wo beginnt er?

Tempelhof kann zum Zentrum, dem Gral dieser Transformations-Bewegung aufsteigen. Mittendrin ist TEMPELTOWN, eine temporäre und unvoreingenommene Präsentations-Plattform, ein (Real-) Labor, Gesellschaftsexperiment und Modell. Einzelpersonen, Gruppen, Kulturen, Menschen, Ideen und Praktiken aller Herkünfte zum Erhalt und Schaffung einer Welt mit Zukunft haben hier die Möglichkeit sich mitzuteilen, sich zu präsentieren, Gehör und Nachahmung zu bekommen. Ihr Wissen ist unser aller Wissen, ist open content. Es befruchtet sich einander und erzeugt weiter-führende, transparente Entwicklungen zur freien Anwendung und Gebrauch.

TEMPELTOWN ist in ständiger Fluktuation der Akteure und Themenschwerpunkte das Zeit und Raum begrenzte Zusammen-Spiel eines konkurrenz-befreiten Vergleichen, Optimieren und Adaptieren unterschiedlicher Lösungsansätze der Dinge, die uns und die Welt bewegen.

 

Gerade aufgrund des ganzheitlichen Ansatzes und Erlangung eines Gemeinwohls ist die Beteiligung offen für alle, ist Teil der Entwicklung des THF Gesetzes, stets im Respekt vor den Besonderheiten und Identitäten aller Individuen und Kulturen, befreit von jedweder Gewinner- und Opfermentalität.

Der Reichtum der Kulturen und Individuen dieser Welt kommt in TEMPELTOWN zusammen. Ist somit ein Sammelfeld, in Teilen auch einer Konferenz und Messe artverwandt. Doch verharrt es nicht auf deren Show, sondern ist der open space einer Feld-Forschung von gelebter Interaktivität und Interdisziplinarität. Mit der Absicht, ebenso aus Grundlagenerkenntnissen heraus und im Dialog mit den jeweils Betroffenen den Bedürfnissen und Bedingtheiten von spezifischen Gegebenheiten und Herausforderungen gerecht zu werden.

 

TEMPELTOWN möchte den Lebens-Raum demokratisieren, den Rahmen weiten den Wissen, Glauben und Traditionen mitgestalten und ihn spartenübergreifend für Partizi-pation und Aktion öffnen. Derart Raum, dessen Existenz und örtliche Verankerung garantiert ist, ermöglicht Konsolidisierungen auf dem langen Weg des Wandels.

 

 

MEDIEN

Konzentration der Ideen und das Zusammenkommen sehr vieler, unterschiedlicher Menschen an einem Ort um der Diversität eine wohl möglich letzte Chance uns zu geben? Sinnbeladen ist dies nur dann, wenn dieser Ort per se den Einfluss hat der Bewegung den Durchbruch zu ebnen. Berlin steht im kognitiven Welt-Bewusstsein für den Wandel.

Die Völker der Welt schauen auf diese Stadt. TEMPELTOWN braucht diesen prominenten Partner, das Vitamin B., um überhaupt in einer Infotainment überfrachteten Alltagswelt eine herausragende Stimme zu erobern.

TEMPELTOWN wird der metropolen Einmaligkeit Tempelhof´s gerecht. Es vereint die einzelnen Zellen des Wandels und formt sie zu einem komplexen Körper, dessen Teil wir sein können. Tempelhof steht als Symbol internationaler Begegnungen, nach TEMPELTOWN kommen die Menschen und gehen als Multiplikatoren einer Welt einer gemeinsamen Zukunft auf die Reise. Wie einst in Pergamon.

 

Parallel dazu gesellt sich ein auf dem Tempelhof-online Beteiligungsverfahren basiertes elektronisches Netz-System. Es konzentriert sich auf thematische Überschaubarkeit, der Fähigkeit Entwicklungen aus sich heraus zu fördern und ein lebendiger Partner der Akteure und Aktionen vor Ort zu sein, um den höchsten Ansprüchen von der Teilhabe am Wandel zu genügen.

 

DEMOKRATIE

Ganz im Sinne von Demokratie haben wir alle eine Stimme. Erheben wir sie und bringen sie ein in die Polyphonie der Natur, der Diversität. Besucher sind Akteure und umgekehrt. Verantwortung braucht die Freiheit der uneingeschränkten Teilhabe. Ihr entwächst soziale Kompetenz, der Frieden in uns und auf Erden.

Die Zeit, den Mut und das Standing brauchen wir. Den Wandel verinnerlichen wir zuerst selbst, darauf wird er überall wahrnehmbar.

 

Teilen ist das neue Haben. Die, die kommen sind nicht nur sowieso die, die teilen möchten oder nichts mehr zu verlieren Habenden. Die aus der Vielzahl des Einzelnen sich formierenden Dynamiken werden es auf Dauer unerlässlich auch für die erscheinen lassen Teil zu sein, deren Vermögen sich der Partizipation zu öffnen sie noch nicht erkennen und ihr Wissen und Erfahrungen sie noch für unteilbar halten.

 

PRAXIS

Zur Annäherung gilt es den jeweils anderen zum Spiel einzuladen um die verhängnisvollen Kategorien des Denkens zu überwinden. Das Universum bietet dazu eine unbegrenzte Vielzahl von Möglichkeiten.

In TEMPELTOWN finden sich konventionelle wie unkonventionelle Praktiker und Theoretiker ein und vermitteln ihre Methoden in der ihnen eigenen Art: verbal, medial-dokumentarisch, real-physisch, als Feldversuch, klassisch, experimentell, als Skulptur oder Performance. Diesen, nun kollektiven, Erkenntnissen und Eindrücken erwachsen runde Tische und Zirkel, Austausch und Ergänzungen, gemeinsames Experimentieren, neue Erkenntnisse und Phantasien. In dessen Folge kann die Bestätigung und Verbreitung von bereits Bekanntem stehen, sich neue Handlungs-Spiel-Räume zur unmittelbaren und spezifischen Anwendung ergeben oder das grosse Unbekannte erscheinen.

Erkenntnisgewinne können zertifiziert vor Ort zum Einsatz gelangen. Deren (un-) mittelbare Rückmeldungen wiederum feuern weitere Lösungsversuche an. Ein derart auf (Wissens-) Transfair und auf Lösungskonzepte generiertes Ambiente bietet den jeweiligen Themen und Akteuren adäquate, offene und umbaute, ambulante wie stationäre, mit und ohne Infrastruktur versehene Räumlichkeiten an, deren herausragende Qualitäten es sind Kommunikationsräume einer partizipativen Demokratie zu sein. Ein Ideal, welches das Umbauen vor Ort und draussen die Architektur und Stadtplanung vor eine ihr eigene Herausforderung innerhalb eines grossen Experimentierfeldes stellt.

 

Eine konzentrierte Entwicklung der Nachhaltigkeit ist in der Summe seiner Themen und Akteure eine universale Universität ohne Zugangsbeschränkungen. Sie werkelt in den Tiefen und Weiten der Tempelhofer Freiheit. Der des Feldes unverstellter Horizont ist die kongeniale Synergie. Denn letztendlich ist bei allen Transfers das Wissen begrenzt und die Phantasie wichtiger und grösser.

 

 

KOMPLEMENTÄR-KULTUR

Vieles auf Praktikabilität ausgelegte an Ergebniskonzentrierung generiert unilaterale Anwendungen. Denn gerade dem Einzelakteur vor Ort in den Weiten der Welt in einem oft mächtig bestzten Aktionsumfeld gäbe ein global geachtetes TEMPELTOWN den stabilen Rückhalt sich mit Partikularinteressen auf Augenhöhe zu begegnen.

Denn eine Komplementär-Kultur sucht mehr als den Ausgleich von Mangel und Überfluss. Sie ist das Recht auf freie und gleiche Entfaltung. Eine Komplementär-Kultur überwindet die Macht der Gewohnheit, sie ist eine weiter-entwickelte Kooperation, ist ausgewogen, anerkennt sich in ihrer Diversität und ist keineswegs eine Gegenkultur oder gar ein national begrenztes Thema.

Gegensätze und Widersprüche will sie nicht mehr beseitigen. Sie arbeitet damit. Denn wirkliche Verbindungen liegen in den Unterschieden.

 

Die Verwirklichung eines jeden Menschen ist das Staatsziel ganz unterschiedlicher Kulturen. Gerade in west-wirtschaftlich aufstrebenden Gesellschaften findet dann zumeist eine Reduzierung auf den homo ökonomikus statt, der sein Streben nur mehr unter ein materielles Mehr einzuordnen hat. Doch selbst sein grösst möglicher Aufwand und Verbrauch scheinen den erhofften Gewinn nicht zu erbringen: viele schuften, wenige geniessen.

Das ist weder demokratisch, noch gesund. Noch extremer: die Unerfülltheit vieler und die unerschöpfliche Gier weniger rodet die Menschlichkeit hinweg. Verteilungskämpfe, innerhalb einzelner Kulturräume, und intensiver werdende Verteilungskriege, wie zwischen Okzident und Orient, sind direkte Folgen.

Ein derart Verständnis von Menschsein steuert in die Ödnis. Ein Sinnes-Wandel hieraus braucht Unterstützung und dafür eine feste Adresse, aus der heraus eine konkrete Option, Ausweg und Rückhalt geboten wird. Das ist unser Auftrag.

 

LÖSUNGSANSÄTZE

Der Mensch hat sich die Erde untertan gemacht. Es ist ein Triumph. Technologische Fortschritte bewirken weiterhin Effizienzsteigerungen die eine Annäherung der Lebensstandards bewirken sollen. Doch westlicher Wohlstand kann aufgrund der Ressourcen-Endlichkeit nicht annähernd für alle Erdbewohner zur Verfügung stehen. Während viele den Wettlauf um die begehrten Plätze nicht mögen oder können, geht vieles weiter so und unterschiedliche Interessen und Lebensweisen laufen auf Kollisionskurs.

Es ist das Gebot der Zeit weiteren Möglichkeiten, technischer, gesellschaftlicher, wie kultureller Art, mehr Raum zu geben.

Besonders auch für jene, deren Vermögen und Lebensführung sich anders definieren. Identitätsstiftende Freiräume zu schaffen ist individuelle, ist kleinräumliche, regionale, ist in der Summe globale Verantwortung und ein wichtiger Akt zur Erhaltung und Stär- kung von Kulturen und Umwelt.

Wohlstand erfährt sodann seine Integration in das Wohlsein. Weiter noch: in einer globalen Welt gilt das Er-Finden und die Praktizierbarkeit eines Modells der Ko-Existenzen von Gesellschaften, welches im Prinzip die Zustimmung aller findet. Wie könnte es auch anders weitergehen?

 

 

SUPPORT

Selbst Unternehmungen deren Produkte und Praktiken immer wieder Zweifel erzeugen, schmücken sich heutzutage mit dem Allgemeinwohl sich verpflichtender Stiftungen. Das darf für bare Münze genommen werden, auch zur Finanzierung eines stattlichen Mittelbedarfs um Nachhaltigkeit zu etablieren.

Diese Investitionen fruchten nicht nur in grosse gesellschaftliche Gewinne. Es entsteht auch unmittelbar an der Ideenbörse Tempeltown ein Generieren neuen Wissens und Phantasien zur Belebung lokalen und nachhaltigen Wirtschaftens.

Eine derart sich entwickelnde, wechselseitige Interaktion und befruchtende Impulsgebung ist der ideale Standort von Social Entrepreurs. Den bereits in den Weiten der Welt nachhaltig Wirtschaftenden bietet sich eine Repräsentanz an innerhalb einer Zentrale eines globalen Netzwerks, den Startenden eine ideale Infrastruktur.

 

Das verzweigte Flughafengebäude kann überhaupt auch zum einzigartigen Marktplatz werden, welcher internationaler Handelsplatz von Waren und Dienstleistungen nachhaltigen Wirtschaftens ist.  Darüber hinaus ist drinnen, wie auch draußen auf dem (Flughafenvor-) Feld, TEMPELTOWN und demonstriert wie Gemeinwohl zueinander findet. Eine Nutzungsform die dem Wesen der Mutter aller Interkontinentalflughäfen nur allzu gerecht käme.

Das Tempelhofer Feld ist die Tempelhofer Freiheit und der Ort sie zu erfahren. Ist die Quelle von grenzenlosem Findungsreichtum. Ist wie das YING zum YAN des Flughafengebäudes.

Wer das Feld bebaut, auch nur an seinen Rändern, verbaut sich seine Zukunft.

 

MODELL-PROJEKT

Vieles an traditionellem Wirken, Wirtschaften, Wissen und Lebensweisen war nie anders als nachhaltige Kultur. Viel derartiges von forschender, moderner, technisierter und gelebter Prägung ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten hinzugekommen. Ihr aller Zusammenwirken und in Gemeinsamkeit den lokalen und globalen Herausforderungen gerecht zu werden ist das Streben von Tempeltown.

 

Der Nachhaltigkeit ausgerichtete Institutionen, universitäre Fachbereiche, etc. und ihr Fachpersonal, sowie weitere Menschen mit zivil-gesellschaftlichen Engagement sind grenz- und kulturübergreifend für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Erfahrungen, die insbesondere Ecovillages, green cities und Modell-Siedlungen weltweit sammeln, geben TEMPELTOWN eine fundamentale Stütze.

 

TEMPELTOWN streckt nach diesen Kräften und den unzählig weiteren, oft anonymen, Akteuren seine Fühler aus. Das unternehmen ein eigens aufgestelltes TempeltownTeam, die Öffentlichkeit, soziale Netzwerke und wohl viele/s mehr. Die Energie folgt den Gedanken. So findet sich Schwarmintelligenz und lädt das wie natürlich zueinander Passende, sich Ergänzende und Befruchtende zur Teilnahme nach Tempeltown ein.

 

TEMPELTOWN-Teams unterstützten auch die Akteure in ihrem Tun mit allem Möglichen an Vorbereitungen und Infrastruktur. Ein weiteres ist auch ein das Treiben begleitender Bei-Rat aus kompetenten und respektablen Mitgliedern mit und ohne gesellschaftlichen Bekanntheitsgrad. Als Teil einer frei zugänglichen, offenen Debatten- und Findungskultur ist er zur Erlangung einer öffentlichen Wahrnehmung und zur Orientierung im Initialprozess wichtig.

 

Prinzipiell können skizzierte Projektideen nach Passieren der THF-Gesetz Kompatibilität von sich aus stattfinden. Im Falle von begrenzter Raumverfügbarkeit, Feld wie Gebäude, und Fremdmittelfinanzierungsanspruch kann die Entscheidung per Los fallen. Die anfängliche Test-Phase wird konzeptionell zur Projekt-Praktikabilität ausgebaut und eine gesellschaftliche Verankerung aufgebaut. Nach erfolgreicher Finanzierung, öffentlich wie privat, ist die Grunderfahrung gereift TEMPELTOWN zu verstetigen und es zu einem zeitlich unbegrenzten Wirken einer selbsttätigen Lobby des Wandels zu machen.

 

SYSTEM DER PARTIZIPATION

Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.

Der Mensch mag zu seiner eigenen Wertanalyse und möglicher Wertschätzung Utopien, Visionen und Techniken real austesten, aus- und erleben. Je grösser seine Freiheiten und Wahlmöglichkeiten, desto eher auch die Chance Verantwortung für eigene Handlungen zu übernehmen.

Im Kontrast zu einer bestehenden Welt, die zusehends an Monopolen und Mächten gewinnt, andererseits aber an  Gemeinsamkeit verarmt.

 

Darüber hinaus haben Forschungen und Langzeitstudien ergeben, dass die Praxis von selbst gelebter Partizipation den BürgerInnen mit einfacher Bildung den anfänglichen Pessimismus vor Veränderungen nimmt, sie weniger anfällig für Populismus macht und sie obendrein zu strebsamen ArbeiterInnen des Wandels und gestaltenden Menschen werden.

 

Ein menschheitliches Bewusstsein ist Verantwortung zu praktizieren. Tempelhofer Freiheit, Feld wie Flughafen, sind längst TEMPELTOWN. Berlinerinnen und Berliner entschieden sich und setzen weiter Zeichen. Die Stadt geht wie erneuert in die Zukunft mit der Option Geschichte schreiben zu können.  Es bedarf dieser Strömung ohne eigentliche Steuerung noch einen mutigen Schub zu geben, sie konsequent zu fördern.

 

EIN UNIVERSALES KONZEPT

Die Furcht vor der Unvereinbarkeit des Neuen mit dem an seine Grenzen angelangten Be-Stehenden ist nicht mehr länger vermittelbar.

Was in vielen indigenen und traditionell lebenden Völkern noch wie selbstverständlich existiert, formiert sich nun auch besonders in der westlich-orientierten Weltgemeinde: ein Werte-Wandel hin zur Selbstbestimmung, zur Freiheit und zum Glück. „degrowth“, das wachstum-umkehrende Motto der weltgrössten Kunstausstellung, verschaffte der dOCUMENTA13 einen Besucherrekord; nirgendwo mehr als in Reservaten von Stammeskulturen wird der Wald vor Abholzung geschützt.

 

Tatsächlich gibt es keine Formel um den Wandel zu aktivieren. Er kommt von innen, mit ihm vor Augen und greifbar. Gerade die Kunst mag diese Symbiose fördern. Sie ermöglicht als gesellschaftlicher Schmierstoff der Kreativität und Phantasie freien Lauf zu lassen. Der derart aktive Mensch erkennt sich hierdurch als ein gestaltungsfähiges Wesen. Zunächst für sein Werk, dann für sich und danach als Teil einer grossen Komplexität.

 

Es braucht auch hier für den Anfang zumeist noch den Übersetzer, diese Pädagogik  uns auf ein ergebnisoffenes Spiel einzulassen, den Wandel. Lebens-Künstler sind Experten mit Facherfahrung und derart durch ihre eigenen Grenzwanderungen in der Kunst, in der Forschung, im Alltag pädagogisch prädestiniert das Werden des Neuen zu  begleiten. Sie beobachten und unterstützen, wir kreieren gemeinsam.

Sodann startet TEMPELTOWN als freies Kunstprojekt und dennoch, oder gerade, mit aller Kompetenz und Diversität die es erfordert. Die Freizügigkeit der Kunst entzieht TEMPELTOWN den Anfangsverdacht der Weltverbesserer und des Bessermenschen. Doch gerade der sich entwickelnde Erfahrungsgewinn und seine mediale Präsenz bewirken unmittelbar einen unwiderrufbaren, gesellschaftlichen Einfluss.

 

EUR-Opas ZUKUNFT

Die kulturelle Reife in der alten Welt sind sehr prägend bis in die Breiten der Bevölkerung. Das ist Europas Reichtum. Kultur ist das Elixier und der Garant für Kreativität, die Grundvoraussetzung für Unabhängigkeit und Prosperität.

 

Mit der Verstetigung von TEMPELTOWN ergeben sich neue Welten von Möglichkeiten, themenspeziell auch für Berlin.

Der Aufbau einer Fachbibliothek und Studienzentrums zur Nachhaltigkeit ergäbe einen fundierten  Zugriff zu dieser nahezu unbegrenzten Ressource. Sein Sog könnte einen sich sensibilisierenden Handel und Verteilung initiieren, Landschaftsarchitektur, Stadtplanung und Mobilitätswirtschaft zu Förderern von Modellstädten, Ecovilages und für den Stadtumbau weltweit werden lassen, u.v.m.. Überhaupt brächten pensionierte Fachkräfte ohne wirtschaftlichen Druck und wachstumsorientierte Rahmenbedingungen ihre unerschöpflichen Qualitäten zur Nachhaltigkeit ein. Auch öffneten sich schlummernden Patenten Spielräume zur temporären und räumlich begrenzten Anwendung und Veröffentlichung.

 

SUPPORT II

Am Anfang steht der Wille. Anschubfinanzierung von der EU, der Bundesregierung des Landes Berlin folgen. Partizipierende Gesellschaften entrichten Entgelte und Stiftungen fördern und unterstützen.

Zudem zieht Tempeltown Menschen in die Hauptstadt, nicht nur touristisch. Berlin wird sein Anderssein weiter und neu bestärken und sich eine unvergleichliche Quelle schenken. 

 

Letztendlich darf in einer wahrhaft demokratischen Welt einem jeden Individuum die freie Wahl garantiert sein. Und so lebt TEMPELTOWN von den Akteuren vor Ort und all derer, die in der Welt daran Teil haben, den Multiplikatoren. Denn TEMPELTOWN ist überall & möglich.

 

Urheber u. Verfasser: Sofia Camargo  & Thomas E.J. Klasen

Berlin, im Oktober 2018